Abschluss Klasse 10
Gescher/Velen. Dass man in einer guten Schule nicht nur für die nächste Klausur, sondern für das Leben lernt, erlebten die Besucher, die am Freitag zur feierlichen Zeugnisvergabe der Margot-Friedländer-Gesamtschule kamen. Beide Standorte, Gescher und Velen, feierten gemeinsam im Theater- und Konzertsaal, der bis auf den letzten Platz gefüllt war.
Von den insgesamt 152 Schülerinnen und Schüler haben 95 den mittleren Schulabschluss erreicht, davon sogar 65 mit der Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe. Selbstverständlich blickten die verschiedenen Rednerinnen und Redner auf die Schulzeit zurück und dankten den Eltern und Lehrkräften, mit Leben füllten diese Worte aber die Schülerinnen und Schüler, die ein beeindruckendes Bühnenprogramm auf die Beine gestellt hatten. Aber der Reihe nach. Der Tag begann mit Fotoaufnahmen vor der St.-Pankratius-Kirche, in der auch der ökumenische Abschlussgottesdienst stattfand. Pfarrer Rüdiger Jung und Pfarrer Jacob Vazhakunnathu baten um Gottes Segen. Für einen würdigen Auftakt des Festreigens sorgte die Vorbereitungsklasse mit ihrer Musik, Wortbeiträgen und ihrem Anspiel. Danach ging es zur Gesamtschule und die beiden Abteilungsleiter der Jahrgangsstufe acht bis zehn, Christina Gerwing (Gescher) und Robin Gesing (Velen) begrüßten die Gäste und gingen in ihrer gemeinsamen Rede auf das Motto des Jahrgangs ein: „We made it, and we will make it.“ Sie blickten stolz auf die erbrachten Leistungen zurück und blickten voller Zuversicht in die Zukunft, denn „mit dem heutigen Tag endet zwar ein Abschnitt, aber gleichzeitig beginnt etwas Neues. Einige von euch werden eine Ausbildung beginnen, andere werden ihre schulische Laufbahn fortsetzen, wieder andere haben ihren Weg vielleicht noch nicht endgültig festgelegt.“ Die Gescheraner Bürgermeisterin Anne Kortüm ging ebenfalls auf das Motto ein und wünschten den Jugendlichen einen gesunden Optimismus: „Die besten Ideen kommen einem häufig auf Umwegen.“ Der Velener Bürgermeister Markus Hund wurde durch den Ersten Beigeordneten Thomas Brüggemann vertreten. Schulleiter Philipp Ottmann ging auf den Namenswechsel der Schule ein und sagte zu den beiden Klassen aus Velen: „Drei Schulnamen in so kurzer Zeit – das schafft man normalerweise nur, wenn man zwischendurch umzieht. Ihr habt das ganz ohne Umzug hinbekommen.“ Und er weiter zu allen: „Was euch aber wirklich ausmacht, ist etwas anderes. Ihr wart ein meinungsstarker Jahrgang. Euch ist nicht egal, was hier passiert. Und das ist etwas, das Schule braucht. Besonders beeindruckend fand ich, wie ihr Verantwortung übernommen habt.“ Die passende Balance zwischen Humor und Emotion fanden die Schülervertreterinnen Marie Tenbrock und Sama Abdul Rahmann (Gescher) und Paula Janosch und Maja Wilger (Velen) in ihren Rückblicken. Vor sechs Jahren war die Corona-Pandemie auf dem Höhepunkt, die Klassen sind trotzdem zu Gemeinschaften zusammengewachsen, die alle Herausforderungen gemeistert haben. Umrahmt wurde die Zeugnisverleihung von Beiträgen der Klassen. Neben dem Vortrag eines selbst verfassten Gedichts und zwei Videos, ging es musikalisch zu. Zwei Klassenbands begeisterten mit ihren Auftritten, den Höhepunkt zum Finale setzte dann die Klasse 10a mit ihrer Musik und ihrer filmreifen Tanzdarbietung.
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